Die Mehrheit hat Angst vor dem Thema Altersvorsorge

(verpd) Eine aktuelle Studie kam zu dem Ergebnis, dass eine Vielzahl der Bürger damit rechnet, den Lebensstandard im Rentenalter alleine mit der gesetzlichen Rentenabsicherung nicht halten zu können. Doch die Mehrheit fürchtet sich vor dem Thema Altersvorsorge und viele unternehmen nichts, um finanzielle Probleme im Rentenalter zu verhindern. Wer jedoch aktiv die Absicherung eines ausreichenden Alterseinkommens angehen möchte, kann mit der Hilfe von Experten rechnen.

59 Prozent und damit mehr als jeder zweite Bundesbürger klagen über eine wachsende Angst vor dem Thema Altersvorsorge. Fast 40 Prozent erwarten zudem, dass sich im Rentenalter die Lebensqualität verschlechtert – vor zehn Jahren waren es nur knapp 30 Prozent.

Das ergab eine von einem Versicherer beauftragte Studie im März und April diesen Jahres, bei der rund 3.200 Erwerbstätige und Ruheständler aus allen Bundesländern telefonisch befragt wurden. Eine ähnliche Studie wurde bereits 2005 realisiert.

Immer weniger private Vorsorge

Während die Erwerbstätigen immer weniger von ihrem Ruhestand erwarten, empfinden die aktuellen Rentner die Situation eher positiv. 76 Prozent gaben an, die Lebensqualität sei gleich geblieben oder sogar gewachsen. Allerdings sagt auch ein Drittel der Ruheständler rückblickend, sich zu sehr auf die gesetzliche Rente verlassen zu haben. Experten rechnen damit, dass in den kommenden Jahren der Wohlstand der Rentner weiter zurückgehen wird.

Trotz der mittlerweile wieder etwas höheren Geburtenrate sterben immer noch mehr Menschen als geboren werden. Zudem werden die Bürger immer älter. Das führt dazu, dass immer weniger Erwerbstätige künftig für immer mehr Rentner und wegen der steigenden Lebenserwartung auch für eine längere Rentendauer aufkommen müssen. Wie aus dem aktuellen Rentenbericht hervorgeht, den die Bundesregierung jedes Jahr vorlegen muss, wird erwartet, dass das sogenannte Rentenniveau von 48,0 Prozent im Jahr 2014 auf 44,4 Prozent im Jahr 2028 sinken wird.

Das bedeutet, die künftigen Rentner werden im Vergleich zu den heutigen noch weniger gesetzliche Rente im Vergleich zu ihrem bisherigen Erwerbseinkommen erhalten. Obwohl die Mehrheit der Erwerbstätigen fürchtet, dass der Lebensstandard im Alter sinken wird, sind immer weniger Befragte motiviert, privat vorzusorgen. Der Studie zufolge hatten vor zehn Jahren 82 Prozent der Befragten bereits Pläne für ihre Altersvorsorge entwickelt. Aktuell sind es nur noch 60 Prozent.

Individuelle Absicherung

Wer nicht im Ungewissen bleiben will, was er im Rentenalter als Alterseinkommen zu Verfügung hat und welche Einkommenslücke besteht, um seinen Lebensstandard halten zu können, kann sich von einem Versicherungsexperten beraten lassen.

Dieser berechnet nicht nur, welches Einkommen im Alter notwendig wäre, damit das bisherige Existenzniveau gesichert ist. Sondern er ermittelt auch die voraussichtliche individuelle gesetzliche Rentenhöhe sowie das sonstige Einkommen aus möglichen Einkünften und Kapitalanlagen.

Besteht unter Einbeziehung der Inflation zwischen dem wahrscheinlichem Alterseinkommen und den eigentlich notwendigen Einkünften eine Diskrepanz – also eine Einkommenslücke –, berät der Versicherungsfachmann zudem, mit welchen individuell passenden Altersvorsorgeprodukten sich diese Lücke am besten schließen lässt. Die private Versicherungswirtschaft bietet hierzu diverse Lösungen für eine Altersvorsorge, die teils auch mit Zuschüssen und/oder Steuervergünstigungen staatlich gefördert werden.