05. Dez. 2022

(verpd) Trockene Heizungsluft drinnen und eisige Temperaturen draußen setzen der Haut besonders zu. Nicht nur die passende Hautpflege hilft, Hautschäden vorzubeugen.

Der ständige Wechsel zwischen Kälte draußen und der trockenen Heizungsluft drinnen führt schnell dazu, dass die Haut fahl, trocken, spröde und rissig wird. Hautrötungen, Juckreiz sowie Spannungsgefühl und Schuppenbildung können weitere Folgen sein.

Kälte sorgt beispielsweise dafür, dass die Haut weniger durchblutet wird und die Talgdrüsen weniger Talg produzieren. Dadurch wird der natürliche und schützende Fettfilm auf der Haut dünner und sie trocknet schneller aus. Im Haus entzieht eine trockene Heizungsluft Feuchtigkeit. In der Folge kann es schnell zu einer trockenen, geröteten, juckenden, schuppigen und/oder rissigen beziehungsweise entzündeten Haut kommen.

Die passende Hautcreme

Um dies zu verhindern, empfehlen Gesundheitsexperten, den ganzen Körper mit rückfettenden Hautcremes und -lotions mit einem höheren Fettanteil einzucremen. Für sehr trockene Haut eignen sich Pflegeprodukte mit Zusätzen von Harnstoff (Urea), Panthenol, Omega-Fettsäure beispielsweise aus Nachtkerzensamenöl oder auch Wasser-in-Öl-Emulsionen.

Da auch im Winter die krebserregende UV-Strahlung hoch sein kann, und zwar nicht nur auf den Bergen, sondern überall, wenn beispielsweise die Sonne von Schnee- und Eiskristallen reflektiert wird, sollte die Hautcreme mindestens Lichtschutzfaktor 20 haben. Für Personen mit heller Haut oder wenn man sich auf einem Berg aufhält, ist ein Lichtschutzfaktor von wenigstens 30 sinnvoll.

Besonders gründlich sollten unbedeckte Hautregionen, die häufig der Kälte ausgesetzt sind, wie Gesicht und Hände aber auch Hautstellen, die zu Trockenheit neigen, dazu zählen die Beine, Füße oder Ellbogen, eingecremt werden. Für den Schutz der Lippen gibt es spezielle Lippencremes oder auch Pflegestifte.

Sparen beim Duschen und Baden hilft auch der Haut

Grundsätzlich raten Gesundheitsexperten, nicht zu oft, zu lange oder zu heiß zu duschen oder zu baden, damit die Haut nicht zusätzlich strapaziert wird. Das Wasser sollte dabei zwischen 35 und 37 Grad Celsius warm sein. Die Dusch- oder Badedauer sollte maximal fünf bis zehn Minuten betragen. Sinnvoll ist zudem die sparsame Verwendung von pH-neutralen Körperreinigungsmitteln und das Eincremen nach dem Duschen oder Baden mit einer rückfettenden Creme oder Lotion.

Generell sollte man zu Hause auf ein hautfreundliches Raumklima achten. Dazu gehört, dass die Luftfeuchtigkeit im Raum zwischen 40 und 60 Prozent liegt. Besonders wichtig, auch im Winter, ist täglich viel zu trinken – am besten zwei Liter Wasser oder Kräutertee. Nur dann kann die Haut den durch Kälte, Wind und trockene Heizungsluft verursachten Flüssigkeitsverlust ausgleichen.

Zudem gilt es, alles, was die Haut zusätzlich austrocknet, wie Pflege- und Hautreinigungsprodukte mit Alkohol sowie Peelings, zu vermeiden. Abzuraten ist ferner von Pflegeprodukten mit einem hohen Wasseranteil, denn diese könnten bei eisigen Außentemperaturen sogar auf der Haut gefrieren und sie dadurch schädigen.

Detaillierte Informationen rund um das Thema „gesunde Haut“ enthalten die Webportale der Deutschen Haut- und Allergiehilfe e.V. sowie der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) und die BGW-Broschüre „Hauptsache Hautschutz“.